Sorgfalt, die man normalerweise nicht bestellen kann

Einem Zeiterfassungs-Produkt sieht man nicht an, wie es gebaut ist. Hier steht, was bei uns nicht im Ermessen einzelner Entwickler liegt, sondern maschinell erzwungen wird — und was wir bewusst nicht versprechen.

Ihre Zeitdaten verlassen Ihren Tenant nicht

In der SharePoint-Variante liegen alle Zeitdaten in Ihren eigenen SharePoint-Listen. Das ist keine Zusage, sondern eine Architekturentscheidung: Kein Zeiteintrag, kein Projektname und kein Kommentar wird an unsere Server übertragen. Aufrufe, die Ihren Tenant dennoch verlassen, benennen wir hier — die Lizenzprüfung und die anonyme Nutzungsstatistik — statt sie zu verschweigen.

  • Zeitdaten, Projekte und Kommentare bleiben vollständig in Ihren SharePoint-Listen
  • Kein Aufruf an externe Dienste für Fachdaten — auch nicht für Feiertage oder Stammdaten; die werden vorab geprüft und fest ins Programmpaket eingebettet
  • Die Lizenzprüfung übermittelt im kostenlosen Plan ausschließlich Ihre Tenant-ID. Eine Benutzerkennung kommt erst hinzu, wenn Ihr Tarif Plätze pro Person abrechnet — und auch dann keine Zeitdaten. Das Ergebnis wird eine Stunde zwischengespeichert
  • Die anonyme Nutzungsstatistik enthält keine Inhalte Ihrer Zeiterfassung. Ihr Administrator kann sie in den WebPart-Einstellungen abschalten — dann wird sie gar nicht erst geladen, statt nur stillgelegt; unabhängig davon kann jeder Nutzer für sich widersprechen
  • Das Support-Portal öffnet sich nur, wenn jemand „Problem melden" anklickt — es ist ein Link, kein Hintergrund-Aufruf. Betreiben Sie einen eigenen Support-Kanal, tragen Sie ihn ein
  • Für Datenschutz-Folgenabschätzungen: Ihre Fachdaten überschreiten die Tenant-Grenze nicht, und die oben genannten Aufrufe übertragen keine. Eine vollständige, gemessene Liste aller Verbindungen des WebParts stellen wir Ihnen auf Anfrage bereit

Mandantentrennung ist eine Regel, keine Vereinbarung

Die Trennung zwischen Mandanten ist nicht dokumentiert und gut gemeint, sondern wird bei jeder Änderung maschinell geprüft. Verstößt Code dagegen, entsteht er gar nicht erst.

  • Ein automatischer Architektur-Check läuft vor jedem Push
  • Zugriff auf die Datenschicht ist nur über eine geprüfte Schnittstelle möglich
  • Der Build bricht ab, wenn Oberflächen-Code direkt auf die Datenquelle zugreift
  • Dieselbe Prüfung gilt für die Authentifizierungs-Schicht

Jede Architekturentscheidung ist nachlesbar

Warum etwas so gebaut ist, wie es gebaut ist, steht nicht in Köpfen, sondern in nummerierten Entscheidungsdokumenten — mit Datum, Begründung und Konsequenzen.

  • Die Praxis läuft seit Projektbeginn, nicht erst seit der ersten Kundenanfrage
  • Auch revidierte Entscheidungen bleiben stehen, mit dem Grund der Revision
  • Jede Entscheidung nennt die Konsequenzen, nicht nur die Wahl
  • Für Sie relevant, wenn jemand anderes Kairox einmal weiterführt

Geprüft wird vor dem Commit, nicht danach

Qualitätsprüfungen laufen nicht als nächtlicher Bericht, den niemand liest, sondern als Sperre. Was durchfällt, wird nicht eingecheckt.

  • Automatischer Scan auf versehentlich eingecheckte Zugangsdaten
  • Typprüfung, Linting und Tests bei jeder Änderung
  • Grenzwerte für Dateigröße und Duplikate, die nur bewusst angehoben werden können
  • Eine Prüfung, die nur meldet statt zu blockieren, gilt bei uns nicht als Prüfung

Was wir nicht behaupten

Eine Seite über Vertrauen ist nur so viel wert wie das, was sie auslässt. Deshalb hier ausdrücklich:

  • Kairox als Unternehmen ist nicht nach ISO 27001 oder SOC 2 zertifiziert.
  • In der Web-App-Variante liegen Ihre Daten auf unseren Servern in der EU — nicht in Ihrem Tenant. Wer das nicht möchte, nimmt die SharePoint-Variante.
  • Team- und Business-Plan sind in Vorbereitung; heute ist der kostenlose Plan sofort nutzbar.
  • Kairox wird von einem sehr kleinen menschlichen Team entwickelt, das dabei KI-Werkzeuge in großem Umfang einsetzt — in der Entwicklung wie im Betrieb. Was das für Ihre Risikobetrachtung bedeutet, entscheiden Sie; wir verstecken es nicht.

Wie ein kleines Team diese Bauweise durchhält

Alles, was auf dieser Seite steht, ist die Antwort darauf. Ein Mensch kann nicht jede Zeile prüfen — eine Regel, an der der Build bricht, schon. Deshalb sind Mandantentrennung und Trust-Boundary bei uns maschinell erzwungen statt in Konventionen abgelegt, und deshalb wird jede Architekturentscheidung protokolliert statt erinnert. Nicht aus Ordnungsliebe, sondern weil es sonst nicht tragfähig wäre. Was die Werkzeuge nicht abnehmen, ist das Urteil darüber, wann etwas stimmt — dafür ist ein Mensch verantwortlich, und der liest den Code.

Was das für eine Beschaffungsprüfung bedeutet

Wer nach einer Zertifizierung fragt, will meistens wissen: Wo liegen unsere Daten, und wer haftet dafür? Bei der SharePoint-Variante lautet die Antwort: in Ihrem eigenen Microsoft-365-Tenant — in der Infrastruktur, die Sie ohnehin geprüft und freigegeben haben. Kairox ist dort Software, die darauf läuft, und kein zusätzlicher Ort, an dem Ihre Daten liegen. Bei der Web-App-Variante sind wir dagegen Auftragsverarbeiter; die Angaben zu Datenfluss, Speicherort und eingesetzten Diensten stellen wir für Ihre Prüfung bereit. Sprechen Sie uns an, bevor Sie uns aussortieren — oft klärt ein Gespräch, ob die fehlende Zertifizierung in Ihrem konkreten Fall überhaupt einschlägig ist.

Fragen zur Bauweise?

Technische Rückfragen beantworten wir direkt — auch die unbequemen. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung unterstützen wir mit Datenfluss-Angaben.